Gestose-Großeltern



Mittlerweile erreichen viele Kinder ehemals Betroffener das Alter, in dem sie selbst eine Familie gründen möchten. Als "Gestose-Kinder" tragen sie ein erhöhtes Risiko für Präeklampsie und HELLP-Syndrom. Dies gilt auch für männliche Nachkommen bzw. deren Partnerinnen. 

Zum einen möchten wir an dieser Stelle auf die Früherkennungstests hinweisen, die bereits zwischen der 9. und 13. Schwangerschaftswoche an Hand von Blutwerten und Doppler-Ultraschalluntersuchungen eine Risikobewertung vornehmen. Die Tatsache, selbst ein "Gestose-Kind" zu sein bzw. dessen Partnerin, sollte bei der Familienanamnese unbedingt erwähnt werden. Bei erhöhtem Risiko wird dann in der Regel eine Empfehlung zur Einnahme von ASS100 (neuerdings auch 150 mg) gegeben. Bei bekannten Gerinnungsstörungen wird bei Bedarf auch zusätzlich Heparin eingesetzt.

Wir möchten im Laufe der nächsten Jahre eigene Erfahrungswerte bündeln und später in einer erneuten Fragebogenaktion auf wissenschaftlicher Basis erarbeiten. Bitte teilen Sie uns Ihre Erfahrungen als Großeltern mit, damit wir anderen Familien auch zu diesem Thema möglichst umfassend informieren können.


Zuletzt geändert am 27.11.2015 10:12 Uhr